Haarerkrankungen

 

Haare sind des Menschen schönste Zier - doch häufig auch ein Anlass zur Sorge. Kaum etwas Anderes versetzt viele Frauen so in Panik wie Haarausfall. Aber auch Männer sind es zunehmend leid, sich mit ihrer ererbten Glatzenbildung einfach abzufinden.

 

Formen des Haarausfalles: Am häufigsten führt der so genannte diffuse Haarausfall - meist Patientinnen - in die Praxis. Hier gilt es oftzunächst einmal fest zu stellen, ob überhaupt ein die Norm überschreitender vermehrter Haarausfall vorliegt - denn der normale Haarverlust unterliegt durchaus Schwankungen und beträgt bis zu 100-150 Haaren pro Tag.

Daneben gibt es bei Mann und auch bei der Frau den so genannten androgenetischen Haarausfall, d.h. die klassische Glatzenbildung, bei der Frau meist „nur“ als Lichtung im Oberkopfbereich ausgeprägt. Eisenmangel und Schilddrüsenprobleme führen ebenfalls häufig zu Haarausfall. Aber auch seelische Probleme können ursächlich sein.

Der kreisrunde Haarausfall ist hingegen durch fehlgeleitete Immunreaktionen gegen die Haarwurzel bedingt und kann gravierend sein.

Verschiedene Kopfhauterkrankungen können durch Vernarbungen zu einem bleibenden Haarausfall führen, da die Haarwurzeln verkleben.

 

Diagnostik: Neben der klinischen Untersuchung durch den Dermatologen steht Ihnen in unserer Praxis ein Computersystem (TrichoScan) für die Haarwurzelanalyse zur Verfügung. Im Gegensatz zum früheren so genannten „Trichogramm“ müssen hierfür keine Haare mehr schmerzhaft „ausgerissen“ werden, auch eine Kopfwäsche ist weiter möglich.

Ihre Haare müssen hierfür jedoch auf einem kleinen versteckten Areal (ca. 1 cm²) rasiert werden. Nach 3 Tagen werden die nachgewachsenen Haare angefärbt und im Anschluss eine auflichtmikroskopische Bildaufnahme der Kopfhaut angefertigt. Durch die Spezialsoftware kann nun die Analyse erfolgen.

 

Aussagen des TrichoScans:

  • Verifizierung eines vorliegenden Haarausfalles
  • Hilfe bei der Ursachenforschung
  • Feststellung des Schweregrades
  • Verlaufskontrolle unter Therapie

 

Therapie: Diese richtet sich nach der Form des vorliegenden Haarausfalles und den erhobenen Befunden. Wir werden ausführlich mit Ihnen besprechen, ob lokale Maßnahmen ausreichen oder Medikamente nötig sind.

Oft lassen sich auch mit mesotherapeutischen Behandlungen gute Besserungen erzielen. Dabei werden mit winzigen Injektionen gezielt Vitamine und durchblutungsfördernde Substanzen direkt in die Kopfhaut eingebracht. Diese in Frankreich seit mehr als 50 Jahren bei den verschiedensten Indikationen erprobte Methode findet zunehmend auch Verbreitung in Deutschland.

In schweren Fällen muss jedoch ggf. auch über Haarersatz nachgedacht werden, wir beraten Sie dazu gern.