Nagelpilz

 

Nagelpilz ist eine Volkskrankheit. Ansteckungsgefahr besteht vor allem bei älteren Menschen, bei eingeschränkter Durchblutung (Raucher, Diabetiker) oder Verletzungen/Vorerkrankungen im Nagelbereich. Auch eine so genannte "Okklusion", d.h. eine Verschlusschicht auf dem Nagel wie durch permanent applizierte Nagellacke oder Gelnägel bedingt ein für Pilzerkrankungen geeignetes Milieu.

 

Häufig tritt zunächst eine leichte streifige oder flächige gelbliche Verfärbung auf. Diese kann sich rasch vom freien Nagelrand nach hinten, seltener auch in umgekehrter Richtung, ausbreiten. Der Nagel verdickt sich, wächst langsamer und wird bröckelig, gelb und undurchsichtig. Es besteht die Gefahr der Erkrankung weiterer Nägel oder der Ausbreitung auf die Haut.

 

Um die Diagnose zu sichern und das geeignete Präparat für die Behandlung auszuwählen wird beim Hautarzt normalerweise eine Kultur angelegt und der direkte Pilznachweis versucht.

 

Die Behandlung richtet sich nach dem vorliegenden Befund. Ist die Erkrankung umschrieben, reicht oft eine Reduktion des befallenen Nagelmateriales durch fachgerechtes Abschleifen zusammen mit der regelmässigen Applikation von pilzwachstumshemmenden Lacken aus. Bei ausgedehnterem Befall oder Erreichen des hinteren Nagelrandes ist in der Regel eine innerliche Behandlung mit Tabletten erforderlich.

 

In einigen Fällen kann eine Laserbehandlung zur Abtötung der Pilzsporen eingesetzt werden. Wir empfehlen diese Behandlung für Patienten, bei denen Tabletten aus Gründen der Verträglichkeit bzw. zu befürchtender Nebenwirkungen nicht gegeben werden können, oder die mit der anzuwendenden Lokaltherapie keinen Erfolg haben, sich aber nicht innerlich behandeln lassen möchten. Auch hierfür ist eine Reduktion des befallenen Nagels durch Abschleifen nötig. Die Laserbehandlung muss in Abständen wiederholt werden, es sind ca. 6-8 Sitzungen nötig.